Tag der Landesgeschichte 2023, Johanniskirche in Magdeburg (© Historische Kommission für Sachsen-Anhalt, Foto: Oliver Ritter)
Aktuelle Veranstaltungen
Festakt und Tagung
150jähriges Bestehen der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt
Die 1876 gegründete Historische Kommission für die Provinz Sachsen (ab 1900 auch Anhalt) ist die älteste Gelehrtensozietät ihrer Art in Deutschland.
2026 widmet die Kommission mehrere Veranstaltungen diesem Jubiläum und der eigenen Geschichte. Ein Festakt im Juli in Magdeburg stellt die langjährige Arbeit der Kommission und ihre Bedeutung für die historische Forschung im Land in den Mittelpunkt. Auf einer wissenschaftlichen Tagung am 1./2. Oktober in Halle wird die Geschichte der Kommission kritisch aufgearbeitet, zugleich aber über Sachsen-Anhalt hinaus als Meilenstein für die Landesgeschichte der gesamten Bundesrepublik gewürdigt.
Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.
Workshop
Das Gedächtnis der Transformation.
Lebensgeschichte und Zeitzeugenschaft in Sachsen-Anhalt
5. und 6. November 2026 im Industrie- und Filmmuseum Wolfen
veranstaltet in Kooperation mit dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt, dem Institut für Landesgeschichte am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem Industrie- und Filmmuseum Wolfen
Seit den 1990er Jahren wird angesichts aktueller politischer Problemlagen regelmäßig eine intensivere Befragung von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gefordert. Die Geschichtswissenschaft hat davon profitiert, zugleich aber auch die Historisierung dieses Phänomens vorangetrieben. Der Workshop fragt nach einer systematischen Historisierung von Zeitzeugenschaft und Interviewerhebungen in den DDR-Bezirken Magdeburg und Halle sowie in Sachsen-Anhalt – von Arbeiterveteranenbefragungen über die Transformationsforschung der 1990er bis zu zivilgesellschaftlichen Erhebungsprojekten. Im Fokus stehen Entstehungsbedingungen sowie Fragen der Sicherung und Nachnutzung erhaltener Interviewbestände.
Einen Call for Papers finden Sie hier.
Einladung und Programm werden Mitte September versandt.
Workshop
Handlungsspielräume geistlicher Herren im weltlichen Fürstentum.
Das Domkapitel Halberstadt in preußischer Zeit (1648–1810)
20. und 21. November 2026 in Halberstadt
veranstaltet in Kooperation mit der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und der Stadt Halberstadt
Die politisch-gesellschaftlichen Gestaltungsspielräume protestantischer Domstifte sind bislang kaum erforscht. Lediglich vereinzelt liegen ältere Forschungsarbeiten vor, die heutigen geschichtswissenschaftlichen Standards jedoch nicht mehr genügen. Dies gilt vor allem für die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, als die meisten protestantisch dominierten Hochstifte der Säkularisierung zum Opfer fielen. Dass die Domkapitel auch nach 1648 als bedeutende politischer Faktor erhalten blieben, eben nicht nur als Versorgungsinstrument protestantischer Adliger dienten und insbesondere als zentraler Vertreter der Stände nach wie vor eine zentrale Rolle spielten, gerät dabei aus dem Blick. In der regionalen Herrschaftsausübung blieben sie dabei ein prägender Faktor, was sich vor allem in der Finanz- und Schulpolitik, aber auch in der regionalen Repräsentationspraxis der Domherren als führenden Persönlichkeiten der Region niederschlug.
Weitere Informationen folgen.

