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Verloren, verwandelt, wiederentdeckt. Lost Places in Sachsen-Anhalt gemeinsam sichtbar machen


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Das Gedächtnis der Transformation. Lebensgeschichte und Zeitzeugenschaft in Sachsen-Anhalt

Handlungsspielräume geistlicher Herren im weltlichen Fürstentum. Das Domkapitel Halberstadt in preußischer Zeit (1648–1810)

150 Jahre Historische Kommission(en) - Netzwerke für die Landesgeschichte in Sachsen-Anhalt und in Deutschland


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Sachsen und Anhalt, Band 38/2026

Verketzerungsprozesse. Kontinuität und Wandel religiöser Ausgrenzung in der Vormoderne


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Workshop

Das Gedächtnis der Transformation.
Lebensgeschichte und Zeitzeugenschaft in Sachsen-Anhalt

5./6. November 2026

Industrie- und Filmmuseum Wolfen

 

Landesgeschichte Flyer Wolfen Workshop finalin Kooperation mit dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt, dem Institut für Landesgeschichte am LDA Sachsen-Anhalt, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dem Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Anknüpfend an bisherige Forschungen zur Historisierung des Phänomens Zeitzeugenschaft möchte dieser Workshop einen Beitrag zur systematischen Historisierung von Zeitzeugenschaft und Interviewerhebungen in den DDR-Bezirken Halle und Magdeburg und im Land Sachsen-Anhalt leisten.      

Es geht darum, einen Überblick über im Land vorliegende lebens- und erfahrungsgeschichtliche Interviewbestände und zur Breite des historischen Phänomens Zeitzeugenschaft in landesgeschichtlicher Perspektive zu erhalten. Zudem soll nach den Entstehungsbedingungen, den Aufnahme-, Aufbereitungs-, Aufbewahrungs- und Nutzungspraktiken gefragt werden. Auch sollen Perspektiven der Sicherung, Aufbereitung und Sekundärnutzung diskutiert werden.

Der Workshop „Das Gedächtnis der Transformation. Lebensgeschichte und Zeitzeugenschaft in Sachsen-Anhalt“ wird organisiert vom Arbeitskreis Zeitgeschichte der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt: Dr. Daniel Bohse, Johanna Hohaus, Dr. Jan Kellershohn, John Palatini, Maik Reichel, Sven Sachenbacher, Dr. Isabell Schmock-Wieczorek und Justus Vesting in Zusammenarbeit mit Oliver Ritter. 

Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung bis 25. Oktober 2026 per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. wird gebeten.

 

PROGRAMM

DONNERSTAG, 5. NOVEMBER 2026

10.30 Uhr
Begrüßung und Einführung in den Workshop
Andy Grabner, Landrat des Kreises Anhalt-Bitterfeld (angefragt)
Sven Sachenbacher, Industrie- und Filmmuseum Wolfen
Daniel Bohse, Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt

11.00 Uhr
Panel 1: Gedächtnis verorten: Institutionen und Projekte

Moderation: Isabell Schmock-Wieczorek (Leipzig/Magdeburg)

Christel Panzig (Wittenberg):
Zeitzeugeninterviews im Haus der Alltagsgeschichte

Birgit Wolf (Naumburg):
Historische Kulturlandschaft und sozialistische Industrialisierung der Landwirtschaft an Saale und Unstrut

Nadine Panteleon (Goslar)/Guido Skirlo (Ummendorf):
Interviewbestände und Zeitzeugenprojekt des Börde-Museums Burg Ummendorf

13.15 Uhr Mittagspause

14.15 Uhr
Panel 2: Gedächtnis zwischen Forschung und Vermittlung

Moderation: Jeannette van Laak (Leipzig)

Katrin Moeller (Halle):
Von der automatisierten Transkription zum vollerschlossenen Interview. Anforderungen und Hilfsmittel für die Langzeitarchivierung und Sekundärnutzung

Wolfram von Scheliha (Magdeburg):
Bestand an Zeitzeugeninterviews, seine Nutzung in der Forschungs- und Bildungsarbeit und Perspektiven einer weiteren Nutzung beim Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Ariane Zabel (Leipzig):
Politische Verfolgung kennt keine Ländergrenzen: Narrativ-biografische Interviews (im Zeitzeugenprojekt der VOS Sachsen) als Quellen für Forschung, Erinnerungsarbeit und Vermittlung

Ron Heckler (Berlin):
Vom Zeitzeugengespräch zum Serious Game? Digitale Zeitzeugenschaft in der Erinnerungskultur zur DDR und Transformationszeit

16.30 Uhr Kaffeepause

17.00 Uhr
Zwischenresümee und Austausch
Moderation: Daniel Bohse (Magdeburg)

17:30 Uhr Führung durch das Industrie- und Filmmuseum Wolfen (Sven Sachenbacher)


FREITAG, 6. NOVEMBER 2026

9:00 Uhr
Panel 3: Arbeit und Biographie

Moderation: Justus Vesting (Halle)

Halina Czikowsky (Merseburg):
Frauenbeschäftigung in den Leunawerken

Ulrike Kalteich (Hohenmölsen):
Bergbau und Umsiedlungen im Mitteldeutschen Braunkohlenrevier

Ingrid Stude (Halle):
In der Sowjetunion studiert - Ressource für den beruflichen und persönlichen Lebensweg unter Transformationsbedingungen

Karin Aleksander (Berlin)/Heike Schimkat (Berlin):
Das Interviewprojekt „Frauengedächtnis“ mit Frauenbiografien aus der DDR

11.15 Uhr Kaffeepause

11.45 Uhr
Panel 4: Diktatur, Aufarbeitung und Gedächtnis

Moderation: Johanna Hohaus (Halle)

Klaus Geißler (Marienborn):
Zwischen „Grenzerfahrungen“ und „Grenzalltag“ – Zur Zeitzeugenschaft des DDR-Grenzregimes in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Anna Skiba (Magdeburg):
Zeitzeugeninterviews und Erinnerungsberichte im Sammlungsbestand des Dokumentationszentrums des Bürgerkomitees Magdeburg

13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr
Abschlussdiskussion: Primärquellen und Sekundärnutzung
Jan Kellershohn (Halle), Katrin Moeller (Halle), John Palatini (Halle)

 


Historische Kommission für Sachsen-Anhalt e.V.